Coronahilfe Ostfriesland Katrin de Buhr Leander de buhr

Interview OZ am 05.02.2022: Sollten wir wieder benötigt werden, sind wir einsatzbereit.

Am 05. Februar 2022 veröffentlichte die „Ostfriesen Zeitung“ folgenden Presse-Artikel:
Quelle: Ostfriesen Zeitung

Aurich Ehrenamt verpflichtet: das ehrenamtliche Team der Coronahilfe Ostfriesland zwei Jahre nach Gründung 2020

AURICH/LEER

Bereits vor zwei Jahren wurde am Georgswall ein Gabenzaun errichtet. Schon seit längerem ist das Hilfsprojekt aus dem Auricher Stadtbild verschwunden. Die Verantwortlichen erklären, warum.

Aurich – Es ist ein einfaches Prinzip: Wer von etwas zu viel hat, gibt es denen ab, die wenig haben. Einen ähnlichen Gedanken hatte Katrin de Buhr, als sie im April 2020 – im Lockdown des ersten Coronajahres – den Auricher Gabenzaun am Georgswall ins Leben rief. Allerdings ist der Metallzaun, an dem voll bepackte Tüten mit Lebensmitteln und Tiernahrung hingen, schon seit längerem aus der Innenstadt verschwunden. Die Redaktion wollte wissen warum, und hat mit den Verantwortlichen gesprochen.Ursprünglich gründete de Buhr am 17. März 2020 auf dem sozialen Netzwerk Facebook eine Gruppe, die sie „Coronahilfe Ostfriesland“ nannte. Derzeit hat die Gruppe mehr als 2000 Mitglieder. Zur Gründung der Gruppe habe sie damals das „Chaos und die Ratlosigkeit“ des ersten Lockdowns bewogen, sagt sie. „Mir war es wichtig, Nachbarschaftshilfe zu fördern, damit hilfsbedürftigen Menschen in dieser Zeit geholfen werden kann.“ Es sei ihr außerdem darum gegangen Informationen auszutauschen und Helfende mit Hilfesuchenden zusammenzubringen, sagt die 43-Jährige. Den Gabenzaun am Georgswall initiierte sie dann während des ersten Lockdowns. Er stand gegenüber des Tagesaufenthalts für Wohnungslose. „Hier waren die Obdachlosen von den akuten Schließungen, wie beispielsweise von der Tafel, massiv betroffen und ohne Alternative“, so de Buhr. Der Gabenzaun sei gut angekommen, sagt Thomas Raehse vom Tagesaufenthalt für Wohnungslose. Von beiden Seiten habe man an dem Projekt teilgenommen, Spender wie Empfänger. „Es hing immer viel dran und das nicht lange“, sagt der Sozialpädagoge. Geschlossen hatte die Anlaufstelle jedoch nie. „Als wir unsere Räume nicht öffnen konnten, haben wir über ein Fenster Essen ausgegeben.“

Anfängliche Skepsis

Es habe anfänglich Skepsis gegeben, ob der Zaun geplündert oder vermüllt werde, sagt die Initiatorin des Projekts. „Es gab jedoch keine Beschwerden“, kommentiert Stadtsprecher Johann Stromann die Befürchtungen. Mit ihren Mitarbeitern von der Werbeagentur Designstuuv und anderen Mitgliedern der Facebook-Gruppe sah de Buhr regelmäßig nach dem Rechten. Jedoch sei das Projekt zeitlich begrenzt gewesen, so die Unternehmerin. „Seitdem der Tagesaufenthalt für Wohnungslose seine Räume wieder geöffnet hat, steht auch der Gabenzaun nicht mehr“, sagt Stromann.

Laut Katrin de Buhr sind derzeit keine weiteren Hilfsprojekte geplant. Noch zu Beginn der Pandemie sammelte sie Spenden für Pflegeheime, damit diese Tablets finanzieren konnten. Auch Masken nähten die freiwilligen Helfer. Viele Missstände seien während der Pandemie bis heute behoben worden, so de Buhr. In der Facebook-Gruppe tausche man derzeit nur noch Informationen aus. „Sollten wir jedoch wieder benötigt werden, sind wir einsatzbereit“, sagt die 43-Jährige.

Text: Nora Kraft, Ostfriesen Zeitung


Aktuell betreut das Team der DESIGNSTUUV 2022 ehrenamtlich den Kinderschutzbund Aurich, die sehr durch die Pandemie gelitten haben. Hier entwickelt die Agentur eine Homepage und Social Media, um Kindern in Aurich helfen zu können.

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